Da hat es Zoom gemacht: Auszeit im Schloss

lichtSCHALTER-name Manchmal können auch zwei Wochen fern des üblichen Lebens Auszeit-Charakter haben und sind nicht mehr einfach nur Urlaub. Normalerweise wehre ich mich ja gegen diese Bezeichnung für so kurze Ausstiege aus dem Alltag, aber meine eigene Auszeit mit einer hohen Dosis an Perspektivewechsel und Anstoß zu Veränderung hat mich eines Besseren belehrt.

Als ich das erste Mal die Schwelle des Schlossensemble Eschelberg im Mühlviertel überschritten hab,  hat es in der Sekunde zoom gemacht. Ich wusste mit 1000-prozentiger Sicherheit, hier will (ja, muss!) ich eine Auszeit machen, um meiner Künstlerinnen-Seele wieder zu begegnen. Es sind diese magischen Momente des inneren Wissens, wo es kein Zaudern und Zögern und Überlegen gibt und wo der Mut im Großpaket mitgeliefert wird, die einem im Leben nicht jeden Tag in den Schoß fallen. Aber wenn sie es tun, dann halleluja.  Dann ergießt sich die Wirkung in jede Zelle.
Hier ein Tagebuchauszug meiner 2-wöchigen Reise in die Langsamkeit, die von einer Woche Fasten verstärkt wurde.

  1. August 2015

Angekommen auf Schloss Eschelberg mit einem Koffer voller Möglichkeiten. Fastensäfte, Stoffe, Garne, Kamera, Notizbücher, Blumenpresse, zwei Augen und zwei Ohren.

So eine unglaublich starke Stille hier. Indoors funktionieren weder Handy noch Internet. Meine Gefühlslage dazu wechselt von Ah zu Oh. Hier ist dann wirklich nur Stille, keine Verbindung zu anderen. Wer ist hier, wenn nur ich bin?

  1. August

Sehr beschäftigt mit nichts. Ich verbringe meine Tage wie die Frauen früher: sticken, schreiben, Tee trinken, Haare bürsten, die Landschaft betrachten.

Draußen Wolken. Wie das mit dem Wetter wohl weitergeht? Ich kann im Internet nicht nachschauen. Ich muss mit dem Unberechenbaren, mit dem, was ist, zurechtkommen. Gut so im Grunde. Ich könnte es ja ohnehin nicht ändern, auch wenn ich wüsste, wie das Wetter wird. Spannend, sich dem Jetzt hinzugeben.

Es nützt nichts, aufs Handy zu schauen. Weiterlesen

Vom Banker zum Trommler

Oberschenkelhalsbruch, 18 Monate später Burnout begleitet von zwei Bandscheibenvorfällen, Bewegungsunfähigkeit der linken Hand, chronische Schmerzen, immer stärkere Schmerzpulver. Körperlich und psychisch am Boden, stieg der Burgenländer Hermann Hobauer mit 42 Jahren aus seiner Bankkarriere aus, ging in sich und entdeckte das Trommeln als erfolgreiche Therapie.
Das Trommeln, das ihn wieder ins Lot gebracht hat, betreibt er seitdem auch beruflich: er trommelt nun mit Kids, ManagerInnen oder PädagogInnen.
www.power-drums.com

Früchte einer Auszeit: Blog „escape the city“

Zwei Jung-Unternehmensberater in London – erfolgreiche Karriere vorprogrammiert, dickes Gehalt inklusive – schmeißen ihre Jobs und suchen nach einer Arbeit, die sie erfüllt, und gründen die „Aussteiger-Plattform “ Escape the city.

Ursprünglich als Blog, um über ihre eigenen Ausstieg-Erfahrungen zu berichten, gedacht, wird die Plattform schon bald von Tausenden Ausstiegs- oder besser gesagt Umstiegs-Willigen gestürmt.
Da ist vom Buchhalter zu lesen, der sich nun dem geliebten Wein widmet, oder von der Marketingfachfrau, die zur Illustratorin wird.
Quelle: www.derstandard.atUnd wie ist das bei Ihnen? Wie sehr zählt die Leidenschaft in Ihrem Job? Haben sie die? Wollen Sie mehr davon? Eine Auszeit kann hilfreich sein, um die Leidenschaft in Ihnen wieder nach oben zu spülen.