Ich kauf nix: Finanzierung einer Auszeit

Wer eine Auszeit macht, kämpft auch häufig mit der Frage, ob das Geld wohl ausreicht. Ich finde es immer inspirierend, Bücher zu lesen von Menschen, die Alternativen zum üblichen Umgang mit Geld und Konsum suchen. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit, sich der Finanzierung einer Auszeit zu nähern.

Sehr spannend fand ich etwa das Buch von Nunu Koller „Ich kauf nix“. Ein Jahr lang hat sie keine neue Kleidung gekauft. In ihrem amüsanten Buch erzählt sie von ihrem Suchtverhalten und anderen Herausforderungen. Letztlich aber ist ihr das Kaufnixjahr gelungen und sie hat Kleidertauschpartys und die Lust am Selbermachen als Alternativen entdeckt.

Und meine persönliche Ergänzung zum Thema sind Tauschkreise wie Lets (Local exchange trading system), bei denen Waren oder Dienstleistungen in anderen Währungen wie Zeiteinheiten getauscht werden. Erstens kann man bargeldlos Einiges erstehen: von der Massage über Katzensitting bis Kleidung oder Bücher. Und zweitens ist es eine gute Möglichkeit, schlummernde Talente zu entdecken und zur Tauschwährung zu machen. Wer gut Marmelade einkocht, ist in Tauschkreisen ebenso willkommen wie Menschen mit Reparaturkenntnissen oder Sprachentalente und Ordnungsbegeisterte.